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Detailinformationen zum Kloster

St. Marienhaus, Mutterhaus

Ordensgemeinschaft: Waldbreitbacher Franziskanerinnen BMVA
St. Marienhaus, Mutterhaus
Michaelstraße 1
56588 Waldbreitbach
Telefon: 02638-811080
Telefax: 02638-811083
E-Mail: generalat@wf-ev.de
Die Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen wurde am 13. März 1863 von Margaretha Flesch, wie die Stifterin mit bürgerlichem Namen hieß, gegründet. In den folgenden Jahren etwickelte sich die Ordensgemeinschaft mit großer Dynamik. Die Zahl der Schwestern, die sich wie die Gründerin der Pflege alter, kranker und armer Menschen verschrieben hatten, wuchs rasch. Die erste Filiale entstand bereits wenige Wochen nach der Gründung in Adenau, weitere folgten. 1878, als die Amtszeit von Mutter Rosa als Generaloberin endete, waren in 22 Niederlassungen bereits über 100 Schwestern tätig.

Mutter Rosa, die keine besondere Schulbildung erfahren hatte und auch ohne geregelte Einkünfte auskommen musste, legte den Grundstein für eines der heute großen Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich: die Marienhaus GmbH Waldbreitbach.

Am 19. Januar 1903 gründeten die Waldbreitbacher Franziskanerinnen die Marienhaus, Kranken- und Pflegeanstalt, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, welche im Sanct Marienhaus bei Waldbreitbach, Kreis Neuwied ihren Sitz hat. Zweck dieser Gesellschaft, so heißt es in Paragraph 2 des Gesellschaftervertrags, ist die Errichtung und Verwaltung von Kranken- und sonstigen Wohltätigkeits-Anstalten und Nutzbarmachung derselben zugehörigen Immobilien um diesen Zweck erreichen zu können. In dem Jahr, in dem die Marienhaus GmbH gegründet wurde, feierte die Ordensgemeinschaft bereits ihr 40-jähriges Bestehen. Die Schwestern, allen voran die Stifterin Mutter M. Rosa Flesch, waren angetreten, um den Benachteiligten und Schwachen ihrer Zeit vorbehaltlos zu helfen. Und dabei verschwendeten sie in den ersten Jahren und Jahrzehnten kaum einen Gedanken daran, wie sie ihre Arbeit und die fast zwangsläufig entstehenden Besitztümer juristisch am besten absichern sollten.

Inzwischen war die Gründung der GmbH für die Ordensleitung allerdings ein notwendiger juristischer Akt geworden, weil man die ordenseigenen Einrichtungen rechtlich auf ein sicheres und dauerhaftes Fundament stellen wollte. Zuvor mussten Grund- und Gebäudebesitz auf den Namen einzelner Schwestern in die Grundbücher eingetragen werden. Das erwies sich jedoch als unpraktisch und kostspielig, weil bei Sterbefällen die Häuser wieder überschrieben werden mussten. Daraufhin wurden die Immobilien auf Pfarrgemeinden übertragen, bis die GmbH Vermögensträgerin wurde. Heute ist die Marienhaus GmbH einer der großen christlichen Träger sozialer Einrichtungen in Deutschland. Ihr gehören Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Hospize, Bildungseinrichtungen, sowie sonstige Einrichtungen an. Die Einrichtungen liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Insgesamt arbeiten 13.800 Frauen und Männer in der Marienhaus GmbH. Der Sitz der Geschäftsführung befindet sich in Waldbreitbach, in direkter Nachbarschaft zum Mutterhaus der Franziskanerinnen. Denn der Orden und das Unternehmen sind nach wie vor eng miteinander verbunden.
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