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News & Infos

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30.07.2009
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Klöster und ihre spezielle Beziehung zum Wein

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Wichtiger wirtschaftlicher Faktor für viele Ordensgemeinschaften
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Weinberge der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim
Weinberge der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim
Wein gilt seit Jahrhunderten als klösterliches Urprodukt. Die Pfarrkirchen im Mittelalter waren auf die Weinproduktion der nahen Klöster angewiesen, um die Heilige Messe feiern zu können. Der heilige Benedikt schrieb in seiner Ordensregel: Das wahre Mönchtum zeigt sich in der Arbeit der eigenen Hände. Folglich musste auf Rohstoffe und Güter aus nächster Umgebung zurückgegriffen werden, was viele Orden zum Weinanbau führte. Der Dominikaner Thomas von Aquin beschäftigte sich sogar in philosophischen Abhandlungen mit der Rolle des Weines. Auch heute führen zahlreiche Ordensgemeinschaften die Tradition fort, indem sie entweder eigenen Anbau betreiben oder in ihren Klosterläden den Besuchern eine breite Verkaufspalette zur Auswahl stellen. Wir stellen ausgewählte Beispiele deutscher Klöster vor, deren wirtschaftliche Tätigkeit mit Wein verbunden ist:

Herausragend in Hinsicht auf Tradition und Anbaufläche ist die Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Rüdesheim. Die Geschichte des Weinanbaus reicht dort in die Tage der Gründungsäbtissin, der heiligen Hildegard von Bingen (1098-1179), zurück. Heute steht den Nonnen eine Anbaufläche von 6,5 Hektar zur Verfügung, der eine Fasslagerkapazität von 70.000 Litern entspricht. Schwester Thekla und Schwester Andrea, beide mit einer Winzerausbildung ausgestattet, zeichnen in Zusammenarbeit mit einem Winzermeister für die Produktion verantwortlich. Die Klosterweine wurden bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem bei der „Hessischen Landesweinprämierung“ sowie in den Fachpublikationen „Gault Milliau“ und „Alles über Wein“. In diesem Zusammenhang erhielt die Abtei die Ehre, offizieller Messweinlieferant des Bistums Limburg zu sein. Die seit 1976 bestehende, bundesweit geltende Messweinverordnung legt insbesondere auf qualitätsvolle und naturbelassene Weine wert.

Den Titel eines offiziellen Messweinlieferanten trägt ebenso Pater Gilbert Kraus O.Praem., Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft des Klosters Roggenburg. Erst zu Beginn des Monats Juli 2009 wurde ihm diese Auszeichnung durch die Diözese Augsburg verliehen. Das schwäbische Prämonstratenserkloster offeriert in seiner Vinothek Weine aus fünf verschiedenen Nationen.

Das im Rheinhessischen gelegene Kloster Jakobsberg der Missionsbenediktiner von St. Ottilien verfügt über die größte klösterliche Weinanbaufläche in Deutschland. Insgesamt 11,8 Hektar, auf die sich 13 verschiedene Rebsorten verteilen, werden durch das Klosterweingut genutzt. Die in Jakobsberg lebenden Missionsbenediktiner und Benediktinerinnen von den Philippinen können somit 95.000 Liter in den erst seit 1922 bestehenden großflächigen Kellergewölben lagern. Demgegenüber nimmt sich das Weingut der Franziskaner im Kloster Engelberg bescheiden aus: Der „Klostergarten“ zählt zu den kleinsten offiziellen Lagen in Franken. Neben Wein lockt das im südlichen Spessart gelegene Kloster mit selbstgebrautem Bier und regionalen kulinarischen Spezialitäten. Ein Beispiel für eine Kooperation im Bereich des Weinverkaufs bietet die Benediktinerabtei Ettal in den Ammergauer Alpen: Dort wird der Wein aus der Benediktinerabtei Muri-Gries in Südtirol bezogen.

Eine besondere Nische besetzt die Gemeinschaft der Augustinusschwestern in der Vogelburg bei Volkach. Die fränkische Festungsanlage, die seit dem 10. Jahrhundert und nach der Säkularisation seit 1957 wieder als Kloster fungiert, genießt als Stätte ökologischen Weins bundesweite Bekanntheit. Bereits wenige Jahre nach dem Einzug verzichteten die säkular lebenden Schwestern auf Pestizide, allerdings nicht aus Modegründen, sondern aufgrund gesundheitlicher Beschwerden einer Mitschwester. Mittlerweile werden 4400 Hektar Weinanbaufläche in Deutschland ökologisch genutzt. Mit dem jährlichen Ertrag von 7500 Litern decken die Schwestern den Bedarf der klostereigenen Gaststätte hoch über dem Main ab. Neben der Pionierstellung im ökologischen Weinanbau ist Kloster Vogelsburg das älteste Weingut Frankens: Bereits kurz nach der Klostergründung 906 begannen die Benediktinermönche, auf den umliegenden Flächen Wein anzubauen.

Eine weitere Rarität ist im Ursulinenkloster im niederbayerischen Niederalteich anzutreffen: Schwester Silvia ist dort zuständig für die Produktion von Weinen, die mittels Mazeration gewonnen werden. Bei diesem physikalischen Prozess werden Früchte, Kräuter und andere Lebensmittel eine gewisse Zeit in Flüssigkeit eingelegt, um die Geschmacksstoffe auf die Flüssigkeit zu übertragen. Die Niederalteicher Schwestern verwenden zahlreiche Gewürze und Kräuter, ebenso Honig und Pflanzen wie Melisse, Mohn oder Löwenzahn, die den Weinspezialitäten eine besondere Note verleihen. Nicht nur Wohlgeschmack, sondern auch eine medizinische Wirkung zeichnet die Klosterweine der Ursulinen aus.  

Pater Gilbert Kraus O.Praem. in der Vinothek des Klosters Roggenburg
Pater Gilbert Kraus O.Praem. in der Vinothek des Klosters Roggenburg
 
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