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News & Infos

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04.10.2010
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Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Tiere im Kloster

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Neue Ställe mit moderner Technik
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Kühe vor der ehemaligen Zisterzienserkirche von Altenberg bei Köln.
Kühe vor der ehemaligen Zisterzienserkirche von Altenberg bei Köln.
In der Woche nach dem Erntedankssonntag berichtet klosterportal.org über Viehzucht in klösterlichen Betrieben. Vertreter der Kirchen wie auch Ilse Aigner, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, forderten am Erntedankfest zu einem verstärkten Konsum regionaler Produkte auf. Das Wissen über die Qualität einheimischer Lebensmittel müsse sich neu entwickeln. Klösterliche Betriebe setzen hier Standarts. Obgleich es nur eine erlesene Zahl von Ordensgemeinschaften gibt, die sich eigener landwirtschaftlicher Produktion und Viehzucht widmen, investieren einige Klöster hohe Summen in Pflege und Modernisierung ihrer viehwirtschaftlichen Betriebe.

Spitzenreiter innerhalb der viehwirtschaftlich tätigen Ordensgemeinschaften sind die Vinzentinerinnen von Untermarchtal im schwäbischen Alb-Donau-Kreis. Das rund 180 Hektar große Feldareal bietet Futter für sämtliche Nutztiere, die innerhalb des Gutes St. Veit gehalten werden. Zu ihnen zählen 90 Milchkühe, rund 400 Schweine und knapp 1.700 Hühner. Die Milch der schonend im geräumigen Gehege untergebrachten Kühe wird zu circa sechs Prozent von den Vinzentinerinnen konsumiert; der Rest wird in einer nahe gelegenen Molkerei aufbereitet. Unter den Mastschweinen wird jede Woche ein Tier an die Schlachtbänke geführt, um für die klostereigene Metzgerei verarbeitet zu werden. Ebenso großflächig sind die Hühner beheimatet: Ihre Eier werden täglich per Hand gehoben und umgehend in den Vertrieb weitergeleitet. Die umfangreichen Bestände des Ordens werden durch zwölf Schlachtbullen komplettiert, die im nahe gelegenen Rottweil untergebracht sind.

Die oberpfälzische Benediktinerabtei Plankstetten sieht beispielsweise der Vollendung ihres neuen Mastschweinestalls entgegen. Anfang Juli haben die Arbeiten an dem Neubau begonnen, nachdem die Planungsphase rund zwei Jahre in Anspruch genommen hatte. Seit 1994 verfolgt die Abtei ein streng ökologisches Konzept in ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit. Die Umstellung wurde seitens des Bundesumweltministeriums mit der Auszeichnung „Demonstrationsbetrieb ökologischer Landbau“ prämiert. Bislang hielten die Plankstettener Benediktiner sich Rinder und Schafe; nach fast zehnjähriger Suche nach einem Bauern mit Bio-Ferkeln werden Schweine zu den umfangreichen Mastbetrieben des Klosters hinzukommen. Alle Tiere werden für die klostereigene Metzgerei verwandt, die sich mit regionalen Spezialitäten einen über die Umgebung hinausgehenden Ruf erworben hat.

Modernste Methoden werden in der Erzabtei St. Ottilien angewandt. Dort ist vor kurzem eine neuer Milchkuhstall eingerichtet worden, der Platz für bis zu 180 Tiere bietet. Höhere Weihen empfing der Bau mit der Einsegnung durch den Vertreter des Papstes in Deutschland. Der apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, ließ es sich nicht nehmen, am 10. Oktober nach einer Festmesse persönlich den neuen Stall zu segnen. Technisch innovative Neuerungen verschaffen den Tieren eine ideale Atmosphäre: So stehen nicht nur beheizte Tränken für die Kühe zur Verfügung. Die aus Stoffbahnen bestehenden Wände des Stalls sorgen zudem für eine an den Bedürfnissen der Tiere angepasste Raumtemperatur. Für die Besucher der Benediktinerabtei steht eine Schautribüne zur Verfügung, die direkte Einblicke in das Stallgeschehen gewährt. Der neue Stall ist durch unterirdische Kanäle mit der ebenfalls im Bau befindlichen Biogasanlage der Erzabtei verbunden. So wird zukünftig ein Teil der klösterlichen Strom- und Wärmeproduktion auf umweltschonende Weise durch Kuhdung gewonnen.

Eine Rarität stellt im Kreis der Nutztiere haltenden Klöster der Konvent der Benediktinerinnen in Köln dar. Mitten in der Millionenstadt, im Stadtteil Raderberg, halten die Schwestern zwei Rinder und zwei Ferkel. Die Tiere sind in getrennten Ställen direkt am Kloster untergebracht. Während die beiden derzeitigen Rinder ihrer baldigen Schlachtung harren, wurden die Schweine erst kürzlich von den Benediktinerinnen erworben.

Eine jahrhundertealte Tradition führt derweil die Zisterzienserabtei Himmerod in der Eifel fort. Dort entsteht derzeit eine neue Fischereianlage. Durch die zisterziensische Regel, dass Klosterneugründungen nur außerhalb der Kommunen in Ödland und Sumpfgebieten erfolgen durften, erwarben sich die mittelalterlichen Mönche rasch Kenntnisse auf den Gebieten der Kanalisation und Wasserlaufregulierung. Ein gutes Beispiel dafür gibt das von Zisterziensern mitentwickelte Oberharzer Wasserregal, das erst kürzlich in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbestätten aufgenommen wurde. Durch diesen Umstand und das monastische Nahrungsgebot des regelmäßigen Fleischverzichts entstanden zahlreiche zisterziensische Fischzuchtstätten. In Himmerod spezialisierte man sich auf die Zucht von Hechten, Schleien und Karpfen. Mit der Neubesiedlung der Abtei 1919 knüpfte der Konvent an diese Tradition an. Nach einer längeren Pause gehört die Fischereianlage inzwischen wieder zur Palette der Himmeroder Wirtschaftsbetriebe.  

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